Der Gender-Report 2022 umfasst drei Teilstudien:
In Teil I wird die Geschlechter(un)gleichheit an den Hochschulen in NRW anhand hochschulstatistischer Daten gemessen und verglichen. Wie sind Frauen und Männer auf die Qualifizierungsstufen und Statusgruppen verteilt (vertikale Segregation) – und welche Entgeltungleichheiten zeigen sich bei Professuren und im MTV-Bereich? Welche Geschlechterungleichheiten werden sichtbar, wenn die Fächergruppen betrachtet werden (horizontale Segregation)? Die besondere Aufmerksamkeit gilt den 37 Hochschulen in Trägerschaft des Landes NRW.
In Teil II wird die Umsetzung der gesetzlichen Gleichstellungsvorgaben durch die Hochschulen analysiert und auf damit verbundene Herausforderungen eingegangen. Maßgeblich hierfür sind das Hochschulgesetz, das Kunsthochschulgesetz sowie das Landesgleichstellungsgesetz. Neben der Fortschreibung der Umsetzung von Gleichstellungsplänen, der geschlechterparitätischen Gremienbesetzung sowie der Gleichstellungsquoten werden u. a. Formen der Gleichstellungsgovernance, Maßnahmen zur Anerkennung von Geschlechtervielfalt sowie die Auswirkungen der Coronapandemie auf die Gleichstellungs- und Gremienarbeit untersucht.
In Teil III des Gender-Reports wird die Situation des akademischen Mittelbaus an Hochschulen in Nordrhein-Westfalen aus einer multidimensionalen Geschlechterperspektive untersucht. Dabei geht es um den Mittelbau nicht nur unter der Perspektive des akademischen „Nachwuchses“, sondern auch um den Blick auf aktuelle Beschäftigungsverhältnisse (auch unter Bedingungen der Coronapandemie). Arbeitszufriedenheit und Berufsperspektiven verschiedener Gruppen werden ebenso analysiert wie Erfahrungen von Benachteiligung, Unterstützung und Förderung an Hochschulen.
Der Gender-Report 2022 steht komplett oder in einzelnen Teilen zum Download bereit:
Teil I: Geschlechter(un)gleichheit an nordrhein-westfälischen Hochschulen – Daten, Strukturen, Entwicklungen (mit Gender-Datenprofilen zu 37 Hochschulen)
Teil II: Gleichstellung – rechtliche Umsetzungen und aktuelle Herausforderungen
Teil III: Geschlechterungleichheiten im akademischen Mittelbau
Zusammenfassung: Hochschulentwicklungen, Gleichstellungspraktiken, Ungleichheiten im Mittelbau (mit Handlungsempfehlungen)
Die Kurzfassung richtet sich an Leser_innen, die sich einen schnellen und kompakten Überblick über die zentralen Ergebnisse verschaffen wollen. Die Gliederung folgt in ihrer Kapitelstruktur der Langfassung des Gender-Reports und schließt mit Empfehlungen zum Abbau von multidimensionalen Geschlechterungleichheiten im Mittelbau ab.
Download Kurzfassung I Zur Bestellung der Druckversion
Der Gender-Kongress des Ministeriums für Kultur und Wissenschaft NRW fand am 9. Februar 2023 unter dem Titel „Geschlechter(un)gerechtigkeit an Hochschulen” in Bochum statt. Hier wurden die Ergebnisse des Gender-Reports 2022 mit Akteur_innen aus Hochschulen und Politik diskutiert. Dabei ging es um Gender Gaps im akademischen Mittelbau und welche zukünftigen Rahmenbedingungen es für den wissenschaftlichen und künstlerischen Nachwuchs braucht. Die Workshops beschäftigten sich mit Antidiskriminierung, Geschlechtervielfalt und Geschlechterforschung an den Hochschulen, aber auch mit den Auswirkungen der Coronapandemie auf Gleichstellungsanliegen. Die Dokumentation enthält nicht nur die Vorträge, sondern auch Zusammenfassungen der Diskussionen in den Workshops.
Zum Download | Zur Bestellung der Druckfassung
Der zweite Band aus der Reihe "Jahrbuch geschlechterbezogene Hochschulforschung" ist 2024 erschienen. Gegenstand ist eine Studie zu multidimensionalen Geschlechterungleichheiten im akademischen Mittelbau, basierend auf den Ergebnissen des Gender-Reports 2022.
In der Jahrbuchreihe werden regelmäßig Forschungsergebnisse zur Geschlechter(un)gleichheit an den Hochschulen in Nordrhein-Westfalen veröffentlicht. Die Forschungsgruppe Gender-Report der Koordinations- und Forschungsstelle des Netzwerks Frauen- und Geschlechterforschung NRW führt im Dreijahresrhythmus eine geschlechterdifferenzierte Untersuchung durch, die auf einem Methodenmix aus quantitativen und qualitativen Erhebungsverfahren basiert.
Laden Sie den Gender-Report, die Kurzfassung oder einzelne Teile kostenlos herunter.
Gender-Report 2022 | Zum Downloadbereich
Bestellen Sie die Druckversion des Gender-Reports 2022 und der Kurzfassung kostenlos bei der Koordinations- und Forschungsstelle des Netzwerks Frauen- und Geschlechterforschung NRW.
Direkt zur Online-Bestellung
Gender-Report 2022:
Kortendiek, Beate/Mense, Lisa/Beaufays, Sandra/Bünnig, Jenny/Hendrix, Ulla/Herrmann, Jeremia/Mauer, Heike/Niegel, Jennifer (2022): Gender-Report 2022. Geschlechter(un)gerechtigkeit an nordrhein-westfälischen Hochschulen. Hochschulentwicklungen, Gleichstellungspraktiken, Ungleichheiten im Mittelbau. Studien Netzwerk Frauen- und Geschlechterforschung NRW, Nr. 39. Essen.
Gender-Report 2022 – Kurzfassung:
Kortendiek, Beate/Mense, Lisa/Beaufays, Sandra/Bünnig, Jenny/Hendrix, Ulla/Herrmann, Jeremia/Mauer, Heike/Niegel, Jennifer (2022): Gender-Report 2022 – Kurzfassung. Geschlechter(un)gerechtigkeit an nordrhein-westfälischen Hochschulen. Hochschulentwicklungen, Gleichstellungspraktiken, Ungleichheiten im Mittelbau. Studien Netzwerk Frauen- und Geschlechterforschung NRW, Nr. 40. Essen.